Für Gewerbetreibende

Für Gewerbetreibende

Manche Abwässer enthalten gefährliche Stoffe – etwa jene aus Industrie und Gewerbe, aber auch jene aus Krankenhäusern, Zahnarztpraxen oder Laboren. Diese Abwässer dürfen daher nicht ohne Weiteres in die Kanalisation oder ein Gewässer eingeleitet werden oder anders gesagt: Die gefährlichen Stoffe dürfen erst gar nicht ins Abwasser gelangen und müssen daher unmittelbar an der Anfallstelle zurückgehalten werden.

Gefährliche Stoffe

Zu den gefährlichen Stoffen gehören langlebige, giftige, krebserzeugende, anreicherungsfähige, fruchtschädigende oder Erbgut verändernde Stoffe wie zum Beispiel Kraftstoffe (Heizöl, Altöl, Diesel), chlorierte Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle, organische Verbindungen (Xylol, Benzol, Toluol), Säuren und Laugen und natürlich auch radioaktive Stoffe.

Direkt- und Indirekteinleiter

Leitet ein derartiges Gewerbe seine Abwässer mittels eines Direkteinleiters unmittelbar in ein Gewässer ein, muss dieses Gewerbe sich um den Abbau der biologischen und gefährlichen Stoffe selbst kümmern. Bei Indirekteinleitern nimmt das Abwasser den Weg über die öffentliche Kanalisation und die Kläranlage und fließt erst dann in ein Gewässer ein. Daher müssen Indirekteinleiter zwar die gefährlichen Stoffe aus dem Abwasser selbst entfernen, die biologisch abbaubaren Stoffe aber entfernt die Kläranlage.

Fettabscheider

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Fettabscheider für gewerbliche Abwässer.

Für industrielle Abwässer (hier das Kraftwerk der STEAG AG in Lünen) gelten besondere Bedingungen.