Für Schulen

Für Schule und KiTa | Wasser und Abwasser

So einfach wie das Wasser aus der Leitung kommt, verschwindet es auch wieder. Denkt man. Doch Wasser ist kein Wegwerfprodukt – das Abwasser von heute ist das Trinkwasser von morgen. Damit dieser Kreislauf nachhaltig funktioniert, ist ein bewusster und schonender Umgang mit der Ressource Wasser ebenso erforderlich wie eine sicher funktionierende Klärung des Abwassers, die Schadstoffe zuverlässig und umweltschonend entfernt. Abwasserwirtschaft als Teil der Daseinsvorsorge und Umweltschutz gleichzeitig.

Jährlich nutzbares Wasserangebot gesamt 182,0 Mrdm3:
Die öffentliche Wasserversorgung nutzt nur 3 % der verfügbaren Wasserressourcen. Deutschland ist ein wasserreiches Land: Im langjährigen Mittel stehen pro Jahr 182 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Diesem Wasserangebot, welches sich aus der Differenz von Niederschlag und Wasserverdunstung bezogen auf die Fläche der Bundesrepublik Deutschland zuzüglich dem Wasserzufluss aus Nachbarstaaten errechnet, steht eine Wasserentnahme aller Wassernutzer von 41 Milliarden Kubikmetern gegenüber. Insgesamt werden also weniger als 23 % des jährlichen Wasserangebotes dem Wasserkreislauf entnommen und diesem nach Gebrauch wieder zugeführt.
Abwasser:
In Deutschland schreibt das „Abwasserabgabengesetz“ sowie das „Wasserhaushaltsgesetz“ vor, wie Abwasser wieder aufbereitet werden muss und welche Bestimmungen bei der Abwasseraufbereitung bzw. -beseitigung zu beachten sind. Beide Gesetze enthalten jedoch keine eindeutige Definition was Abwasser ist und was nicht. Unter dem Begriff „Abwasser“ versteht man in aller Regel verunreinigtes Wasser aus Privathaushalten und gewerblichen Betrieben, aber auch Regenwasser sowie Grundwasser, welches durch undichte Kanäle in das Kanalisationsnetz gelangt, wird als Abwasser bezeichnet.
Der „Abwasserkreislauf“ ist in gewisser Weise dem natürlichen Wasserkreislauf nachempfunden. Wasser, welches als Regen auf die Erde gelangt, in Flüssen verdunstet und schließlich wieder als Regen auf die Erde gelangt. Der „Abwasserkreislauf“, wird vom Mensch beeinflust, er greift in diesen Kreislauf ein, und bildet einen eigenen „Kreislauf im Kreislauf“, welcher aus Verschmutzung / Nutzung, Wiederaufbereitung und Wieder-Nutzung des Wassers besteht.
Wenn Abwasser nicht ordnungsgemäß in die Kanalisation eingeleitet und dort wieder aufbereitet wird, hat dies unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Teilbereiche der Umwelt, so führt beispielsweise das Eindringen von Abwasser bzw. von den im Abwasser enthaltenen Schadstoffen in Bodenflächen zu einer Verminderung der Bodenqualität, außerdem können nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch Menschen durch illegale Abwasserentsorgung nachhaltig geschädigt werden.
Ein Problem, welches sich in Deutschland innerhalb der letzten Jahre im Zusammenhang mit der Abwasseraufbereitung und -beseitigung ergeben hat, ist das ständig sinkende Abwassermenge. Lange Zeit wurde das Prinzip des „sparsamen Wasserverbrauchs“ propagiert, es wurde behauptet, dadurch langfristig Kosten einzusparen. Es wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, das Süßwasser ein „endliches Gut“ darstelle und deshalb sparsam genutzt und verbraucht werden müsse. Mittlerweile ist jedoch klar, dass diese Rechnung langfristig nicht aufgeht, denn ein sinkender Wasserverbrauch sorgt nicht für eine Kostenersparnis, sondern sorgt vielmehr dafür, dass die Kanalisationsnetze nicht mehr effizient arbeiten können, und dass Kanäle durch schwer entfernbare Ablagerungen verunreinigt werden. Die höheren Kosten für die Kanalreinigung müssen langfristig auf die Verbraucher umgelegt werden, so dass ein sehr sparsamer Wasserverbrauch nur kurzfristig zu Einsparungen führt. Ein konstanter Wasserverbrauch von etwa 130 bis 150 Litern pro Person und Tag wäre für die öffentlichen Kanalnetze ideal. Wasser sollte also nicht allzu sparsam genutzt und verbraucht werden. Das bedeutet aber nicht, dass deshalb jeden Tag eine Badewanne voll  Wasser eingelassen werden sollte, wer so handelt, handelt unverantwortlich und verschwendet nicht nur Wasser, sondern auch Geld.

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Verdunstung:
Auf den ersten Blick ist die Verdunstung eine Verflüchtigung von Wasser. Nach einem sommerlichen Regenguss trocknen die Straßen wieder schnell, Pfützen verschwinden, das Wasser macht sich auf und davon. Dass es dabei auch Wärme mitnimmt, sieht man nicht. Wer schon mal eine Verdunstung im Badezimmer erlebt hat, hat auch gespürt, wie stark der eigene Körper dabei abkühlt.
Natürlich ist das Wasser nicht wie vom Erdboden verschluckt. Es kann ja nicht einfach verschwinden. Wenn Wasser trocknet, vermischt es sich mit der Luft. Man sagt dann, dass das Wasser verdunstet. Wasser wird zu Wasserdampf.
Wasser kann überall verdunsten: Das Meer und die Seen verdunsten genauso wie das Wasser in der Erde oder in einem Wasserglas. Wenn man genau hinschaust, kannst man sehen, dass auch der Atem aus kleinen Wassertröpfchen besteht
Kondensation:
Kondensation ist das 'Gegenteil' von Verdunstung. Es ist der Prozess, bei dem Wasserdampf in flüssiges Wasser übergeht. Nach einem Bad ist das Badezimmer oft voll von Dampf und Luftfeuchte. Die warme, feuchte Luft kondensiert am kalten Badezimmerspiegel und wird dabei wieder flüssig. Wir sehen Tropfen auf dem Spiegel.
Niederschlag:
Niederschlag nennen wir das Wasser, das aus den Wolken fällt. Es kann Regen sein, Schnee oder Hagel. In einigen Wolken kommen winzige Wassertröpfchen zusammen, indem sie aneinanderstoßen und bilden größere Tropfen. Die Tropfen wachsen mehr und mehr, wobei das Volumen um ein Millionenfaches ansteigen kann. Schließlich werden sie zu schwer, um in der Luft zu bleiben und fallen als Regen zur Erde.
Abfluss:
Bei Regen oder bei der Schneeschmelze versickert ein Teil des Wassers im Boden, während sich der übrige Teil auf der Oberfläche sammelt und abfließt. Die Höhe des Abflusses ist vom Bewuchs, dem Gelände und dem Boden abhängig.