Rund um die Kanalisation

Rund um die Kanalisation | Entwässerungsanlagen in Lünen

Die ältesten Kanäle in Lünen, die noch in Betrieb sind, stammen aus dem Jahr 1900. Das heutige Kanalnetz in Lünen hat eine Länge von ca. 330 km und ist zu 95 % im Mischsystem angelegt. Gereinigt wird das Abwasser aus Lünen in den Kläranlagen zweier Abwasserzweckverbände: der des Lippeverbandes und der der Emschergenossenschaft.

Die Infrastruktur der Entwässerungsanlagen in Lünen setzt sich wie folgt zusammen:

  • Fläche des Stadtgebietes Lünen: 59 km²
  • entwässerte Fläche: 11.500 ha
  • angeschlossene Grundstücke: 16.200 Stück
  • nicht angeschlossene Grundstücke: 137 Stück
  • Kanalnetzlänge gesamt: 325 km
  • davon Mischwasserkanalisation: 271 km
  • davon Schmutzkanalisation: 23 km
  • davon Regenwasserkanalisation: 31 km
  • Schachtbauwerke: 8.473 Stück
  • Rinneneinläufe: 11.060 Stück
  • Düker: 1 Stück
  • Abwasserpumpwerke: 13 Stück
  • Druckrohrleitungen: 14 Stück
  • Regenüberläufe (RÜ): 2 Stück
  • Regenrückhaltebecken (RRB): 4 Stück
  • Regenüberlaufbecken (RÜB): 13 Stück
  • Einleitungsbauwerk: 1Stück
  • Versickerungsanlagen: 3 Stück
  • Retentionsbodenfilterbecken: 2 Stück

Die Stadtentwässerung betreibt zwölf Pumpwerke für die Entwässerung tief liegender Gebiete. Durch ein weitverzweigtes öffentliches Kanalnetz wird in Lünen nicht nur das Schmutzwasser aus den Haushalten und Gewerbebetrieben, sondern auch das Niederschlagswasser abgeleitet – das Schmutzwasser zur Kläranlage, das Niederschlagswasser zum nächsten Bach. Die Kosten hierfür werden über die Abwassergebühren auf alle Bürger verteilt, die Wasser verbrauchen und Niederschlagswasser ableiten.

Ein Mitarbeiter des SAL bei Arbeiten im Pumpwerk. (Bild: Jörg Meier)

Mischwasserkanalisation: Regenwasser und Schmutzwasser werden nicht getrennt, sondern vermischt eingeleitet. In Lünen der Regelfall.