Über uns

Unsere Philosophie | Das Lünener Modell

Seit 2003 beschäftigen wir vom SAL uns mit dem Thema private Grundstücksentwässerung und haben so Schritt für Schritt das Lünener Modell entwickelt.

Im Zentrum: Der Verbraucherschutzgedanke

Das Problem: Für das öffentliche Kanalnetz sind die Entwässerungsbetriebe verantwortlich. Die Schwachstelle im Entwässerungssystem einer Stadt sind die privaten Grundstücksentwässerungsanlagen – denn ab der Grundstücksgrenze sind die Eigentümer verantwortlich.

Unser Ziel: Die Bürger mündig zu machen und ihnen so Mittel und Motivation an die Hand zu geben, selbst aktiv zu werden.

Der Weg: Aufklärung statt Druck. Grundstückseigentümer über das Thema aufzuklären und ihnen zu zeigen, warum ihr Engagement für das Kanalnetz ihrer Stadt nicht nur gesetzlich gefordert, sondern auch inhaltlich wichtig ist.

Unsere Überzeugung: Nachhaltige Veränderungen in der Grundstücksentwässerung können nur im Dialog mit allen Beteiligten herbeigeführt werden – den Grundstückseigentümern, den Dienstleistern (die die Sanierungsmaßnahmen durchführen) und dem Abwasserbetrieb als verlängertem Arm des Gesetzgebers und der Kommune.

Dazu müssen folgende Rahmenbedingungen für alle Beteiligten gegeben sein:

  • Gleiche Augenhöhe: Durch die Beratung des SAL werden Bürger aufgeklärt und somit den Dienstleistern gegenüber zu mündigen Verhandlungspartner, die ihre Interessen eigenständig vertreten können und das gemeinsame, übergeordnete Ziel kennen.
  • Klare Spielregeln: Im Rahmen klarer Spielregeln können Dienstleister und Grundstückseigentümer gleichermaßen sicher agieren. Diese klaren Richtlinien müssen unserer Meinung nach von dem einzigen Partner im Grundstücksentwässerungsdreieck verfasst werden, der keinerlei finanzielles Eigeninteresse hat: dem städtischen Abwasserunternehmen.
  • Überprüfbare Leistungen (Nachprüfbarkeit): Bürger müssen sich sicher sein können, dass die Ergebnisse ihres Handelns nach einheitlichen Kriterien nachprüfbar sind.

Weitere Eckpfeiler

Ein einheitliches Beratungssystem: Mit unserer speziel für einen Abwasserbetrieb entwickelten Datenbank kennt jeder Berater zu jeder Zeit den aktuellen Stand der Entwässerungsanlagen auf jedem Grundstück der Stadt und kann den Bürgern schnell und effizient weiterhelfen.

Ein umfangreiches Beratungsmodell: Die Beratung beim SAL ist unentgeltlich für die Bürger und bezieht sich bei der Nennung der Risiken nicht nur auf entstehende Umweltschäden, sondern geht auch auf konkrete Bedrohungen für das individuelle Objekt ein.

Transparenz: Machbare Standards, die der Umwelt so viel wie möglich nutzen und die Bürger so wenig wie möglich kosten, erhöhen die Handlungsmotivation und führen schneller zum Ziel: einer Stadt, in der alle Rohre dicht sind. Unsere Standards haben wir in einem frei einsehbaren Schadenskatalog festgehalten, der Transparenz und einheitliche Beurteilungskriterien garantiert. Die Standards haben wir im Rahmen unseres SAL-Dienstleisterstammtisches teils gemeinsam mit den Dienstleistern entwickelt und in einem Qualitätshandbuch (eines für Bürger, eines für Dienstleister) festgehalten.
 

Sie möchten mehr über das Lünener Modell erfahren?

Das Lünener Modell entstand nicht binnen weniger Stunden an einem Schreibtisch oder im Kopf eines Einzelnen – es wächst, lebt und entwickelt sich bis heute weiter. Wir hinterfragen das Modell, erweitern es, stellen es auf Fachkongressen zur Diskussion und berichten auf Anfrage anderen Kommunen von unseren Erfahrungen. Sie möchten es genauer wissen? SAL-Vorstand Claus Externbrink ist Ihr Ansprechpartner.

Bis zur Grundstücksgrenze sind Eigentümer selbst für ihre Entwässerungsanlagen verantwortlich.