Bachpatenschaften

Helfen Sie mit und übernehmen Sie eine Bachpatenschaft

Bäche sind wichtig für die Natur: hier leben besondere Tier- und Pflanzengemeinschaften, deren Lebensraum immer mehr bedroht ist. Außerdem kann das Regenwasser hier versickern und so dem Grundwasser wieder zugeführt werden.

Gefahren für Bäche und Natur

  • Müll und Gartenabfälle werden achtlos ins Gewässer gekippt
  • Das Wasser wird verschmutzt (z.B. durch Gülle, Waschmittel, Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel, Fett und Altöl).
  • Das Ufer wird verbaut mit Zäunen, Mauern und Bretterverschlägen
  • Das Bachbett wird mit Sohlschalen befestigt (das Wasser kann nicht mehr versickern, Amphibien und Kleinstlebewesen werden einfach wegespült).

Die Unterstützung durch Bachpaten kann erheblich zur Erhaltung dieser empfindlichen Naturräume beitragen. Schüler können hier Biologieunterricht vor Ort hautnah erfahren und so für den Schutz ihrer Umwelt sensibilisiert werden.

Seit dem Jahr 2005 gibt es Bachpaten in Lünen und diese haben schon viel für ihre Gewässer bewegt.

Welche Aufgaben kann ein Bachpate übernehmen?
Bachpatenschaften haben, da die Situation an jedem Gewässer unterschiedlich ist, keinen genormten Ablauf. Auch wenn das vielleicht im ersten Moment verunsichert, so bietet diese Tatsache auch die Chance, eigene Interessen und Erfahrungen in das Projekt einfließen zu lassen. Die Bachpatenschaft ist eine ehrenamtliche Mitarbeit bei der Pflege und Entwicklung der Gewässer. Typische Tätigkeiten eines Bachpaten sind zum Beispiel:
  • das regelmäßige Beobachten der Gewässer
  • das Dokumentieren ihres Zustandes und ihrer Veränderungen einschließlich ihrer Tier- und Pflanzenwelt
  • das Weitergeben der Informationen an die Unterhaltspflichtigen und Aufsichtsbehörden
  • das Mitarbeiten bei Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen; hierzu gehören z. B. Uferbepflanzungen oder Reinigungsaktionen
  • die Information und Aufklärung der Mitbürger zur Förderung des Bewusstseins für den besonderen ökologischen Wert eines Gewässers und ein verantwortungsbewusstes Handeln am Gewässer
Umgekehrt können Bachpaten aus ihrer Arbeit wichtige praktische Anregungen für ihr eigenes Umweltengagement erhalten. Außerdem lernen sie die vielfältigen Funktionen der Gewässer und ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt am praktischen Beispiel kennen. Bachpatenschaften sind allerdings kein Freibrief für eigenmächtiges oder gar eigennütziges Handeln am Gewässer. Bachpaten sind auch keine private Umweltpolizei. Sie halten sich an die Bestimmungen des Gewässerpatenschaftsvertrages.
Wer kann Bachpate werden?
Die Antwort auf diese Frage ist leicht: jeder. Konkreter: jeder volljährige, verantwortungsbewusste Bürger. Besonders geeignet sind Kinder- und Jugendgruppen, Schulen oder einzelne Schulklassen, Vereine, Naturschutzgruppen und -verbände, die bereit und auch in der Lage sind, ein Gewässer über einen längeren Zeitraum hinweg auch tatsächlich und kontinuierlich ehrenamtlich zu betreuen und zu pflegen. Wichtig ist, dass die Bachpatenschaft eine Kontaktperson auswählt, die die jeweiligen Aktivitäten mit dem SAL abstimmt. Bachpaten-Schulklassen etwa haben so die Möglichkeit, den naturkundlichen Unterricht und fächerübergreifende Aktivitäten praktisch zu gestalten. Bachpatenschaften erfordern Ausdauer und Engagement. Ökologische Kenntnisse, praktisches Arbeiten und Kreativität sind gefragt – so kann in einem Team jeder seine Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen. Bachpaten müssen keine speziellen Fachleute sein. Sie können sich das nötige Fachwissen aneignen. Entscheidend ist das Interesse und Engagement an einem Gewässer sowie die Zusammenarbeit mit den Hauptverantwortlichen und Betroffenen.
Ist mein Wunschbach schon besetzt?
Wenn Sie sich für die Übernahme einer Patenschaft für einen Bach interessieren, informieren Sie sich zunächst beim Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR darüber, ob für „Ihren“ Bach schon jemand anderes eine Patenschaft übernommen hat. Liegt die Unterhaltungspflicht nicht in den Händen des SAL, sind wir gern bei der Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Unterhaltungspflichtigen (Land, Kreis oder Verband) behilflich.
Wie geht es dann weiter?
In einem ersten Vorgespräch klären wir vom SAL mit dem Hauptverantwortlichen einer Bachpatengruppe alle offenen Fragen. Wir machen Ihnen gern Vorschläge zu einem Patenbach, der zu Ihnen und Ihrer Gruppe passen könnte und legen, wenn gewünscht, bereits einen zu betreuenden Bachabschnitt fest. Sie als Verantwortlicher geben die erhaltenen Informationen an Ihre Gruppe weiter. Gern besuchen wir Sie hernach im Rahmen einer Einführungsveranstaltung – etwa in Ihrer Schule oder Ihrem Vereinshaus – zur Verleihung der Bachpatenurkunde und zur Klärung weiterer offener Fragen. In diesem Zuge übergeben wir Ihnen auch ein paar Kleinigkeiten, damit Sie auch Untersuchungen am Bach ausführen können. Auch im weiteren Verlauf der Patenschaft stehen wir Ihnen gern für Fragen zur Verfügung. Die Ergebnisse Ihrer Patenschaft präsentieren Sie gerne uns. Gerne veröffentlichen wir auch Ergebnisse auf unserer Homepage.
Und was ist mit den rechtlichen Grundlagen?
Das wichtigste Gesetz, das die Ordnung im und am Gewässer aufrechterhalten soll, ist das Wasserhaushaltsgesetz. Es gilt als Bundesgesetz für ganz Deutschland und enthält Bestimmungen über die Nutzung, Reinhaltung, Schutz und Pflege des Gewässers, aber auch über die Abwehr von Gefahren, die durch das Wasser entstehen können (etwa Hochwasser). Deshalb schließen Gewässerpaten auch einen Vertrag über ihre Patenschaft ab und besiegeln dabei mit ihrer Unterschrift, dass sie diese Gesetze zum Wohle des Gewässers und unserer Umwelt generell kennen, anerkennen und achten werden.

Wer ist bereits Bachpate?

Sie möchten sich an der Pflege und Betreuung von Bächen und Bachläufen im Lünen beteiligen und eine Patenschaft übernehmen? Nichts leichter als das! Wir helfen Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Gewässers und stehen unseren Bachpaten beratend und tatkräftig zur Seite. Schreiben oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns!

In jedem Fall gilt unseren vergangenen und zukünftigen Bachpaten vor allem eines: unser herzlicher Dank!

Wir sind persönlich für Sie da.

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Ursula Orczessek
Sachgebiet Kanalbetrieb

ursula.orczessek@sal-abwasser.de
+49 2306 9104-223

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Von 08:00 bis 14:00