Wichtiger Hinweis des SAL: Toilettenpapier-Alternativen richtig entsorgen – Rückstau vermeiden

Die Corona-Pandemie zwingt manch einen zu ungewöhn­lichen Maßnahmen. Wenn zuhause die Vorräte an Toiletten­papier aufgebraucht und in den Supermärkten die Regale gähnend leer sind, werden die Menschen kreativ. Dann werden Taschentücher, Küchenpapier, Feucht- und Baby­tücher und – wie man hört Zeitungen – zweckentfremdet

Das kann man machen, wenn man diese Hilfsmittel nach der Benutzung nicht in der Toilette runterspült, sondern über den Hausmüll entsorgt, sagt Daniela Fiege Vorstand des SAL. Andernfalls drohen Verstopfungen in den Hausleitungen, die zu Rückstau, Wasserschäden und teuren Handwerker-Einsätzen führen können.

Toilettenpapier mit entscheidendem Vorteil

Richtiges, echtes, normales Toilettenpapier – egal ob ein-, zwei-, drei- oder siebzehnlagig, ob normal oder superflauschig – hat eine wunderbare Eigenschaft: Es zersetzt sich, sobald es mit Wasser in Berührung kommt. Damit fängt es schon in der Toilettenschüssel an, macht im Abwasserrohr weiter und kommt im Hauptkanal in der Straße schon meist nicht mehr am Stück an. „Wir sehen in den größeren Kanälen kaum einmal Klopapier schwimmen“, sagt Jörg Klaer, Sachgebietsleiter Kanalbetrieb im SAL.

Alle anderen Papiere und Tücher haben die Eigenschaft, auch im feuchten Zustand besonders reißfest zu sein. Das soll so sein, denn ihre sogenannte Nassreißfestigkeit ist für den jeweils vorgesehenen Einsatzbereich erforderlich. Doch im Abwassersystem – und zwar schon im eigenen Haus – kann genau das sehr problematisch werden. Das merkt man meist nicht sofort, schließlich machen die ersten Tücher nicht gleich das ganze Abwasserrohr dicht. Aber sie lagern sich mit der Zeit ab. Und irgendwann geht dann nichts mehr.

Ersparen Sie sich Ärger!

Die Folgen können ziemlich unangenehm sein: von Rückstau und Geruchsbelästigungen über Unbenutzbarkeit der Sanitärinstallationen wie Toiletten, Duschen und Waschbecken bis hin zu Wasserschäden. Das kann außerdem richtig ins Geld gehen – wenn Sie überhaupt kurzfristig einen Handwerker bekommen.

Aber auch wenn diese Tücher und Papiere durch Ihre Rohre glatt durchflutschen, können sie an anderen Stellen im Abwassersystem unangenehm auffallen. Vor allem in Pumpwerken sammeln sich die reißfesten Tücher und können die Pumpen blockieren. Das kann zu hygienischen Problemen im gesamten Stadtteil führen, die es unbedingt zu verhindern gilt. Gerade jetzt haben wir andere Probleme.

Informieren Sie auch Ihre Nachbarn! Im Mehrfamilienhaus teilen Sie sich den einen oder anderen Meter Abwasser­leitung, und die möglichen Kosten für den Klempner tragen alle gemeinsam. Teilen Sie diesen Beitrag gerne auch in den Sozialen Medien!