Schützen Sie Ihr Zuhause vor Überflutung

Wir vom SAL beraten und unterstützen Sie.

Eine Überflutung kommt meist plötzlich und heftig. Dabei dringt Wasser von außen in Ihr Gebäude ein und verursacht dort Schäden. Sein Ursprung kann sehr unterschiedlich sein: Das Wasser kann vom eigenen Grundstück, von Nachbargrundstücken oder von der Straße kommen. Die Wassermengen können dabei so stark sein, dass die üblichen Entwässerungswege (wie Dachrinnen, Hofeinläufe etc.) und auch der öffentliche Kanal an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Das Kanalnetz der Stadt Lünen sorgt dafür, dass Niederschlagswasser sicher abgeleitet wird und Überflutungen bei stärkerem Regen die Ausnahme bleiben. Ein uneingeschränkter Überflutungsschutz ist jedoch sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus technischen Gründen nicht möglich.

Die öffentlichen Abwasserkanäle werden generell so dimensioniert, dass sie Niederschläge bewältigen können, wie sie in der Regel alle 3 bis 5 Jahre auftreten. Außergewöhnliche Starkregenereignisse sind dabei nicht bedacht.

Ein Restrisiko bleibt also immer bestehen. Um Schäden an Ihrem Eigentum so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir, Ihr Grundstück mit geeigneten Maßnahmen zum Objektschutz auszustatten.

Starkregen aktuell: Ist Ihr Gebäude betroffen?

Im Geoportal Lünen finden Sie immer die aktuelle Starkregengefahrenkarten. Hier erhalten Sie schnell und einfach einen Überblick über die aktuelle Situation bei Starkregen – und sehen schnell, ob Ihr Gebäude gefährdet ist.

Starkregen besser verstehen – mit dem Starkregenindex

Der Starkregenindex wurde entwickelt, um die Bewertung von Starkregenereignissen verständlicher und anschaulicher zu machen. Er orientiert sich an der Intensität des Niederschlags und teilt Regenereignisse in zwölf Stufen ein – die sogenannten Starkregenindizes von 1 bis 12.

Ein Indexwert von 1 steht dabei für einen „gewöhnlichen“ Starkregen, wie er in den Sommermonaten häufiger vorkommt. Ein Indexwert von 12 beschreibt hingegen ein äußerst seltenes, extremes Ereignis mit besonders hohen Niederschlagsmengen.

Mit zunehmender Regenintensität steigt somit das Gefahrenrisiko. Schutzmaßnahmen gegen Überflutung an Ihrem Gebäude (auch konstruktiver Objektschutz genannt) verringern die Schäden der Wassermassen an Ihrem Eigentum.

Das Bild zeigt den Starkregenindex von Stufe 1 bis 12 und den entsprechenden Wasseranstieg.
© abwassernetzwerk-rheinland.nrw 2019
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Starkregen & Überflutungs­schutz im Video erklärt

Die Videos erklären, wie Überflutungsschutz und Rückstausicherung in Ihrem Gebäude funktionieren und geben praktische Tipps zum Thema.

Video-Tipps:

Wiederaufbauhilfe nach Starkregen- und Hochwasserereignis 2021

Hochwassergeschädigte erhalten weiterhin Unterstützung: Betroffene aus Nordrhein-Westfalen dürfen über die Wiederaufbauhilfe NRW Förderanträge für den Wiederaufbau stellen. Diese Fördermittel können noch bis zum 30. Juni 2026 abgerufen werden.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.land.nrw/wiederaufbauhilfe
Das Antragsformular verlinken wir Ihnen hier: https://www.land.nrw/wiederaufbauhilfe

Sowohl wir beim SAL als auch die AWO beraten Sie gern zum Thema. Lesen Sie hier den Artikel aus den Ruhr Nachrichten vom 4. April 2025.

Grafik zum Thema Ueberflutung | SAL

Schutzmaßnahmen gegen Überflutungen

Um Schäden am eigenen Gebäude vorzubeugen, haben wir praktische Vorschläge zum Überflutungsschutz zusammengestellt. Diese Maßnahmen können helfen, Gebäude und Grundstücke zu sichern und das Risiko für Mensch und Eigentum zu reduzieren.

Bei den Maßnahmen an Ihrem Gebäude empfehlen wir: Holen Sie sich fachmännischen Rat ein, wenn Sie Gebäudeschutzmaßnahmen planen – und lassen Sie diese durch einen Fachbetrieb durchführen. Gerne stehen auch wir Ihnen für eine kostenfreie Beratung zur Seite.

Wasserdichte Fenster

Diese Fenster sind speziell konstruiert und halten dem Druck großer Wassermengen stand. Sie schützen Keller- und Erdgeschossräume zuverlässig vor eindringendem Wasser und bieten Ihnen mehr Sicherheit bei Überflutungen.

Foto von modernen Hochwasserfenstern mit stabilen Spezialdichtungen.
© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Flutschotts und Sperren

Flutschotts sind feste oder mobile Barrieren, die vor Türen, Toren oder Durchgängen angebracht werden. Sie dichten die Öffnungen zuverlässig ab und verhindern bestenfalls, dass Wassermengen ins Gebäude eindringen. So können Sie Ihr Haus oder Ihre Garage bei Überflutungen gezielt schützen.

© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Flutschutztüren

Flutschutztüren sind wasserdicht verschließbare Türen, die selbst hohem Wasserdruck standhalten. Sie sichern besonders gefährdete Zugänge wie Kellertüren oder Nebeneingänge und sollen verhindern, dass Wasser ins Gebäude gelangt.

© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Aufkantungen und Überdachung von Kellerabgängen

Offene Kellerabgänge sind oft eine Schwachstelle. Durch eine Überdachung und seitliche Aufkantungen verhindern Sie, dass Wasser von oben oder von der Seite in den Keller gelangt.

© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Aufkantung bei Lichtschächten

Lichtschächte lassen Tageslicht in den Keller, können aber zu Einfallstoren für Wasser werden. Mit einer erhöhten Umrandung schützen Sie diese Bereiche und helfen, das Eindringen von Oberflächenwasser zu vermeiden.

Foto einer Lichtschachtabdeckung, die den Schacht vollständig abdeckt und Wasser zurückhält.
© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Errichtung von Barrieren

Mauern, kleine Verwallungen oder mobile Schwellen können das Wasser dorthin lenken, wo es weniger oder bestenfalls keinen Schaden anrichtet. So schützen Sie Ihr Gebäude aktiv und gewinnen wertvolle Zeit bei Überflutungen.

© Rückstauprofi GmbH & Co. KG

Ansteigende Garagenzufahrten

Eine sanft ansteigende Garagenzufahrt wirkt wie eine natürliche Barriere gegen eindringendes Wasser. So läuft Regenwasser nicht einfach in die Garage, sondern wird vom Gebäude weggeleitet.

Optimales Geländegefälle

Wenn das Gelände rund um Ihr Haus leicht vom Gebäude weg geneigt ist, können Wassermengen besser abfließen. Wenn immer möglich nutzen Sie die natürlichen Geländebegebenheiten und schützen so Ihr Haus besser vor Überflutung.

Sicherstellung des Abflusses

Notabflüsse, Rinnen oder Entwässerungswege sorgen dafür, dass Wasser schnell von Ihrem Haus weggeleitet wird. Regelmäßige Wartung hält diese Systeme funktionsfähig und schützt Ihr Zuhause.

Erhöhte Zugänge zum Haus

Höher gelegte Hauseingänge – zum Beispiel durch Stufen oder Rampen – sind schon die erste kleine Barriere vor eindringendem Wasser. So bleibt der Eingangsbereich auch bei starkem Regen trocken, und Sie müssen sich weniger Sorgen um Überschwemmungen im Haus machen.

Foto eines Hauseingangs mit mehreren Stufen oder einer Rampe, die den Eingang höher als das Gelände liegen lässt.

Rückhalteflächen schaffen

Rückhalteflächen dienen als Puffer, wenn sehr viel Wasser auf einmal zusammenkommt. Sie halten das Wasser kontrolliert zurück und verhindern, dass es ungebremst auf Ihr Grundstück oder ins Haus fließt.

© Emschergenossenschaft Lippeverband

Anlegen von Rückstauflächen (Bodensenken)

Bodensenken helfen, größere Wassermengen vorübergehend aufzufangen und vom Gebäude fernzuhalten. Nach dem Ereignis können sie langsam abfließen oder abgeleitet werden – so bleibt Ihr Haus besser geschützt.

© Emschergenossenschaft Lippeverband

Die Abwasserberater des SAL bieten Ihnen kostenlose und persönliche Beratung, helfen bei der Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen und stehen für alle Fragen rund um Überflutungsschutz bereit. Auch zu den Fördermöglichkeiten beim Thema Überflutungsschutz beraten wir Sie gern.

Übrigens: Fotos oder Videos von Überflutungen können helfen, zukünftige Maßnahmen zu verbessern. Bitte senden Sie diese an
info@sal-abwasser.de oder geben Sie sie direkt beim SAL ab.

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