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Regenwassernutzung mit Zisterne
Gut für die Umwelt und Ihren Geldbeutel
Eine Zisterne ist ein unterirdischer Wasserspeicher, in dem Regenwasser gesammelt und sinnvoll verwendet werden kann. Das Wasser stammt meist von versiegelten Flächen wie Dächern oder Ein- und Zufahrten. Man unterscheidet zwischen Nutz- und Retentionszisternen:
- Nutz-Zisternen dienen der Speicherung von Regenwasser zur späteren Verwendung, z. B. für die Gartenbewässerung.
- Retentionszisternen halten bei Starkregen das Wasser vorübergehend zurück und entlasten dadurch die Kanalisation.
Auch kombinierte Systeme, die beide Funktionen erfüllen, sind möglich. Je nach System kann das Regenwasser entweder verwendet und/oder gezielt zurückgehalten werden.
Bevor das Regenwasser in die Zisterne gelangt, wird es durch einen Filter von Schmutz befreit. Das verhindert unangenehme Gerüche und sorgt für eine lange Nutzbarkeit. Mithilfe einer Pumpe kann das gespeicherte Wasser zum Beispiel für die Gartenbewässerung genutzt werden. Auch die Toilettenspülung oder die Waschmaschine lassen sich mit dem kalkfreien Regenwasser betreiben – das spart zusätzlich Trinkwasser und Kosten.
Sie können den Einbau der Zisterne fördern lassen.
Weiter unten erhalten Sie weitere Informationen über das Förderprogramm ELKA der Emschergenossenschaft: Voraussetzungen, Anträge und vieles mehr. Klicken Sie hier!



Der Kostenvergleich: So läuft es mit oder ohne Zisterne.
Stellen Sie sich vor: Eine Familie bewässert ihren Garten bislang mit rund 25 m³ Trinkwasser pro Jahr, das über die städtische Leitung bezogen wird. Jetzt möchten sie Regenwasser nutzen und ihr Dach (80 m²) sowie die Einfahrt (20 m²) an eine Zisterne anschließen.
Durch die Nutzung einer Zisterne leiten sie weniger Niederschlagswasser in den öffentlichen Kanal ein – das wird vom SAL mit 80% Ermäßigung auf den Niederschlagswassergebühr gefördert.
*Hinweis: Die tatsächlichen Tarife können sich jährlich ändern. Aktuelle Infos zu Schmutzwassergebühren finden Sie auf unserer Website hier. Alle Informationen zu Trinkwassergebühren erhalten Sie auf der Website der Stadtwerke Lünen.
Erst der Antrag, dann die Zisterne!
Bitte nicht vergessen: Die Installation einer Zisterne bedarf der Zustimmung des SAL. Dazu ist ein kostenloser Entwässerungsantrag beim SAL in zweifacher Ausfertigung einzureichen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Ausführung oder Antragstellung haben. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.
Welche Zisternengröße ist erforderlich?
Laut Entwässerungssatzung ist bei 100 m² angeschlossener Fläche eine Zisterne mit mindestens 3.000 Litern Fassungsvermögen (3 m³) erforderlich. Für jeden Quadratmeter befestigter Fläche, der an eine Zisterne angeschlossen wird, müssen Sie 30 Liter Volumen bereitstellen, wenn Sie für die angeschlossenen Flächen 80 % der Niederschlagswassergebühr sparen möchten. Wichtig: Damit bei Vollfüllung der Zisterne das Niederschlagswasser nicht zurück in die privaten Leitungen des Gebäudes drückt, muss der Überlauf weiterhin an die Kanalisation angeschlossen werden.
Weitere Informationen über Zisternen zur Nutzung von Regenwasser im Garten finden Sie hier.

Kunststoff oder Beton – welche Zisterne passt zu mir?
Kunststoffzisternen
- einfacher Transport
- „von Hand“ einbaubar (ohne Kran)
- geringere Einbautiefe (bei Flachtanks)
Betonzisterne
- hohe Stabilität z. B. in der Einfahrt „befahrbar“
- hohes Fassungsvermögen
- auftriebssicher (bei hohem Grundwasserspiegel)
Wie aufwendig ist die Reinigung?
Bei fachgerechtem Einbau ist kaum Pflege nötig. Die am Boden entstehende Sedimentschicht trägt zur natürlichen Filterung bei und sollte möglichst nicht entfernt werden. Falls doch eine Reinigung nötig ist:
- Selbstreinigung mit Hochdruckreiniger und Schmutzwasserpumpe möglich
- Professionelle Reinigung: ca. 200–300 €
Unsere 4 Tipps für Sie:
1.
Für eine Zisterne sprechen auch steigende Trinkwasserkosten. Mit dieser Investition sparen Sie also jetzt und auch in Zukunft.
2.
Bedarf richtig einschätzen: Eine zu große Zisterne verursacht unnötige Kosten – berechnen Sie genau, wie viel Speicher Sie brauchen. Beachten Sie dabei, ob der Anschluss zukünftig entstehender Flächen geplant ist. Wir vom SAL beraten Sie hierzu gern.
3.
Qualität bei Zisternen: Achten Sie auf gute Materialqualität. So haben Sie lange etwas von Ihrer Zisterne.
4.
Filter einbauen: Achten Sie darauf, dass das Niederschlagswasser vor Einleitung in die Zisterne durch einen geeigneten Filter geleitet wird. Das verhindert Ablagerungen und somit die Bildung von unangenehmen Gerüchen in der Zisterne.
Persönlich für Sie da

